Zweckverband Karkbrook
Rathausplatz 11
23743 Grömitz

Tel. 04562 / 188 0

Fax: 04562 / 188 19

 

 

 

Öffnungszeiten:

Montag

 8:30 - 12:00 Uhr

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Dienstag - Freitag

von 8:30 - 12:00 Uhr

  

Häufige Fragen

Nachfolgend haben wir Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Einführung der Nieder­schlagswassergebühr zusammengestellt:

 

Ab wann wird die Niederschlagswassergebühr erhoben?

Der Zweckverband Karkbrook hat die Niederschlagswassergebühr ab 2014 eingeführt.

 

Wer ist von der Einführung der Niederschlagswassergebühr betroffen?

Bei der Erhebung der Grundgebühr/Vorhaltegebühr wurden alle Grundstücke berücksichtigt, die entweder einen Anschluss oder aber auch nur eine Anschlussmöglichkeit an einen Regenwasser- oder Mischwasserkanal des Zweckverbandes Karkbrook haben.

Bei der Erhebung der Mengengebühr/Verbrauchsgebühr wurden alle Grundstücke berück­sichtigt, auf denen sich versiegelte bzw. bebaute Flächen befinden, von denen direkt oder indirekt Niederschlagswasser in einen Regenwasser- oder Mischwasserkanal des Zweck­verbandes Karkbrook eingeleitet wird.

 

Warum wurde die Niederschlagswassergebühr in der Vergangenheit nicht erhoben?

Im Laufe der letzten Jahre ist eine Situation entstanden, die zu einem immer größeren Auf­wand für die Niederschlagsentwässerung geführt hat:

Auflagen durch die Selbstüberwachungsverordnung (SüVO), wie z.B. das Filmen der Kanäle und die Erstellung eines Katasters

  • Regenrückhaltungsmaßnahmen wurden in der Vergangenheit selten gefordert
  • Verschärfung der allgemein anerkannten Regeln der Technik; teilweise werden durch die Beschlüsse in den Gemeinden diese Anforderungen noch erhöht
  • Diskussion um den (Binnen-)Hochwasserschutz

 

Warum muss mit der Niederschlagswassergebühr seit 2014 eine zusätzliche Gebühr erhoben werden?

Der Zweckverband Karkbrook ist bei der Abwasserentsorgung nicht nur zuständig für die Schmutzwasserentsorgung, sondern auch für die Entsorgung des Niederschlagswassers. Der Zweckverband Karkbrook betreibt zu diesem Zwecke technische Anlagen (Regenwasser-, aber auch Mischwasserkanäle, Regenrückhaltebecken, Regenklärbecken, eine Regenwasser­pumpstation u.a.). Für den Betrieb und die Unterhaltung dieser technischen Anlagen entsteht finanzieller Aufwand, der über die Erhebung einer eigenen Gebühr abgedeckt werden muss.





Woher weiß ich, ob für mein Grundstück eine Anschlussmöglichkeit an einen Regenwasser- oder Mischwasserkanal besteht?

Eine Zusammenstellung für das Verbandsgebiet des Zweckverbandes Karkbrook finden Sie in unter dem Punkt „Gemeinden“. Für eine weitergehende Erläuterung dieser Zusammenstellung steht Ihnen in der Verwaltung des Zweckverbandes Karkbrook Herr Körner (Tel. 04562/188-35) gerne zur Verfügung.



 

Warum muss ich die Niederschlagswassergebühr zahlen, wenn mein Grundstück nicht an einen Regenwasserkanal, sondern an einen Mischwasserkanal angeschlossen ist?

Ein Mischwasserkanal dient der gemeinsamen Entsorgung von Schmutzwasser und Nieder­schlagswasser. Das führt dazu, dass der Aufwand für diesen Kanal anteilig über die Schmutzwassergebühr und die Niederschlagswassergebühr finanziert werden muss.



 

Ich zahle bereits jährliche Beiträge an einen Wasser- und Bodenverband. Warum muss ich zusätzlich Gebühren für die Niederschlagsentwässerung an den Zweckverband Karkbrook zahlen?

Wasser- und Bodenverbände und Zweckverband Karkbrook habe unterschiedliche Zuständigkeiten: Während der Zweckverband Karkbrook die technischen Anlagen betreibt, die dazu dienen, das Niederschlagswasser von den jeweiligen Grundstücken bis in ein Gewässer abzuleiten (für diesen Aufwand wird die Niederschlagswassergebühr erhoben), sind die Wasser- und Bodenverbände für die Unterhaltung der Gewässer zuständig (für diesen Aufwand erheben die Wasser- und Bodenverbände entsprechende jährliche Beiträge).



 

Wie hoch ist die Niederschlagswassergebühr?

Die jährliche Grundgebühr (Vorhaltegebühr) beläuft sich auf 12,00 € pro angefangene 500 m² baurechtlich zulässiger Grundfläche.

Die jährliche Mengengebühr beträgt 3,75 € pro angefangene 25 m² versiegelte, angeschlossene Grundstücksfläche, multipliziert mit dem Abflussbeiwert entsprechend dem Versiegelungsfaktor.

 

Beispiel:

 

- Grundstücksgröße:

1.200 m²

- Grundflächenzahl gemäß B-Plan:

0,2

- daraus folgt eine baurechtlich zulässige Grundfläche von

240 m²

Dies entspricht

1 Grundgebühreinheit

und damit einer jährlichen Grundgebühr von

12,00 €

 

 

- Dachfläche:

100 m²

Versiegelungsfaktor für Dachfläche:

1,0

- Hoffläche, gepflastert:

30 m²

Versiegelungsfaktor für Pflaster:

0,7

- ergibt: 100 m² x 1,0 + 30 m² x 0,7 =

121 m²

Dies entspricht (121 m² / 25 m² )

5 Mengengebühreinheiten

 und damit einer jährlichen Mengengebühr von

18,75 €

 Für dieses „normale“ Grundstück, welches nicht gerade einen außergewöhnlich hohen Anteil an versiegelter Fläche aufweist, ist eine Niederschlagswassergebühr in Höhe von 30,75 € pro Jahr zu zahlen.



 

Hängt die Höhe der Niederschlagswassergebühr von der jeweiligen Regenmenge eines Jahres ab?

Nein, denn der zu betreibende Aufwand für den Betrieb und die Unterhaltung der Regen­wasser- und Mischwasserkanäle hängt nicht oder nur äußerst gering davon ab, wie hoch die jährliche Niederschlagswassermenge ist.

Zudem wird die Regenmenge, die von einem Grundstück in den Kanal eingeleitet wird, nicht gemessen. Das wäre sehr aufwendig und kostenintensiv. Die bebaute und befestigte Fläche ist ein sachgerechter und rechtlich anerkannter Wahrscheinlichkeitsmaßstab, nach dem die Niederschlagswassergebühr veranschlagt werden kann.



 

Wonach bemisst sich die Zusatzgebühr/Mengengebühr für die Niederschlagsentwässerung?

Für jedes Grundstück wurden die befestigten bzw. versiegelten Flächen ermittelt, die an den Regenwasser- oder Mischwasserkanal angeschlossen sind – von denen das Regenwasser also in einen Kanal des Zweckverbandes Karkbrook eingeleitet wird. Unter Berücksichtigung des Abflussbeiwertes werden diese Flächen dann mit dem Gebührensatz multipliziert.

 

 

Wonach bemisst sich die Grundgebühr/Vorhaltegebühr für die Niederschlagsentwässerung?

Die Grundgebühr/Vorhaltegebühr wird für alle Grundstücke erhoben, die einen Anschluss an einen Regenwasser- oder Mischwasserkanal haben oder aber auch nur die Möglichkeit haben, an einen solchen Kanal anzuschließen. Sie berücksichtigt dabei die Tatsache, dass alle Regenwasserkanäle zum Zeitpunkt ihres Baus nach allen Grundstücken bemessen worden sind, von denen Regenwasser eingeleitet werden könnte. Sie werden also auch für die Grundstücke vorgehalten, die jeder Zeit den sofortigen Anschluss an den Regenwasserkanal beantragen könnten. Die Grundgebühr/Vorhaltegebühr deckt einen Anteil der sogenannten fixen Kosten – wie z.B. Abschreibungen und Verzinsung – ab.

Sie ergibt sich aus der Multiplikation von Grundstücksgröße, im B-Plan festgesetzter Grund­flächenzahl und Gebührensatz. Liegt ein Grundstück nicht im Bereich eines Bebauungs­planes, wird voraussichtlich eine Grundflächenzahl von 0,2 festgesetzt werden.

 

Was sind befestigte bzw. versiegelte Flächen?

Es handelt sich hierbei um Flächen auf einem Grundstück, auf denen Niederschlagswasser nicht oder nur eingeschränkt versickern kann und deshalb direkt oder indirekt in einen Kanal des Zweckverbandes Karkbrook fließt. Als Beispiele seien hier Dachflächen, Hofflächen, Zuwegungen, u.a. genannt.



 

Gibt es eine Unterscheidung nach der Art der Versiegelung?

Die versiegelten Flächen werden vorbehaltlich des Beschlusses der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Karkbrook mit einem Abflussbeiwert (Versiegelungsfaktor) multi­pliziert, der die unterschiedliche Wasserdurchlässigkeit der verschiedenen Versiegelungs­arten berücksichtigt:

 

  • Dachflächen

 

- Satteldach/Flachdach

Versiegelungsfaktor: 1,0

- Gründach/Kiesdach

Versiegelungsfaktor: 0

  • Befestigte Grundstücksflächen

 

- Asphalt, Beton, Bitumen, Pflaster mit Fugenverguss

Versiegelungsfaktor: 1,0

- Pflaster, Platten, Verbundsteine (mit durchlässigen

Fugen, d.h. bis zu einer Fugenbreite von 15mm)

 

Versiegelungsfaktor: 0,7

- Kies, Schotter, Schotterrasen, Rasengittersteine,

Porenpflaster

 

Versiegelungsfaktor: 0,3

Für versiegelte Flächen anderer Art gilt derjenige Versiegelungsfaktor, der den oben genann­ten am nächsten kommt.



 

Wie werden Zisternen berücksichtigt?

Bei der Festsetzung der Verbrauchsgebühr/Mengengebühr für die Niederschlagswasser­entsorgung werden nur Flächen berücksichtigt, von denen Niederschlagswasser in einen Regenwasserkanal eingeleitet wird. Daraus folgt, dass auch Flächen, die an einen Zisterne ohne Überlauf oder Notüberlauf angeschlossen sind, unberücksichtigt bleiben.

Für Flächen, die an Zisternen mit Überlauf in einen Kanal angeschlossen sind, gilt vorbehalt­lich des Beschlusses der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Karkbrook folgende Flächenreduzierung:

  • bei einem Mindestfassungsvolumen von 6m³ mit Überlauf in den Kanal und Regen­wassernutzung ausschließlich zur Gartenbewässerung:

Reduzierung der Fläche um 8m² je m³ Fassungsvolumen

  • bei einem Mindestfassungsvolumen von 6m³ mit Überlauf in den Kanal und Regen­wassernutzung im Haushalt oder Betrieb:

Reduzierung der Fläche um 15m² je m³ Fassungvolumen

 

Die Vergünstigung wird nur für Zisternen zum Tragen kommen, wenn sie ein Mindest­volumen von 6m³ haben und unterirdisch oder in Gebäuden fest installiert sind.

 

 

Warum werden Regentonnen nicht berücksichtigt?

Regentonnen sind ortsveränderliche Behälter. Sie haben außerdem eine Größe, bei der der verwaltungsseitige Aufwand für die Bearbeitung der Flächenreduzierung nicht zu recht­fertigen wäre.

 

 

Wie sind Flächen zu behandeln, von denen das Regenwasser im Garten versickert oder unmittelbar in ein öffentliches Gewässer eingeleitet wird?

Da die Fläche nicht an den Regenwasserkanal des Zweckverbandes Karkbrook angeschlossen ist, bleibt die betroffene Fläche bei der Mengengebühr/Verbrauchsgebühr für die Nieder­schlagswasserentsorgung unberücksichtigt.

 

 

Wer weiß, wohin die Teilfächen auf meinem Grundstück entwässern und ob die Dach­flächen an die Kanalisation angeschlossen sind?

Als Grundstückseigentümer wissen Sie natürlich am besten Bescheid über die Verhältnisse auf Ihrem Grundstück. Es ist sinnvoll, sich hierüber beizeiten Gedanken zu machen, damit Sie im Falle einer Beschädigung oder einer Verstopfung einer Grundleitung auf Ihrem Grundstück den Schaden an Ihrem Hab und Gut gering halten können.

Wenn Ihnen ggf. auch ein Voreigentümer keine zufriedenstellende Auskunft geben kann, lassen sich die angeschlossenen Flächen Ihres Grundstückes durch Sie dadurch ermitteln, dass Sie einen Eimer Wasser auf der entsprechenden Teilfäche entleeren und am Grund­stückskontrollschacht überprüfen, ob dort das Wasser durch diesen abgeleitet wird.

 

 

Können vom Grundstückseigentümer getätigte falsche Angaben festgestellt werden?

Wir gehen bei unserer Flächenerfassung natürlich erst einmal davon aus, dass wir bei der Rückgabe der Bögen ehrliche und richtige Angaben erhalten.

Darüber hinaus ist die eingesetzte Software aber auch in der Lage, Plausibilitätsüberprüfungen durchzuführen.

 

 

Wie erhalte ich weitere Informationen über die Einführung der Niederschlagswasser­gebühr?

Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stehen Ihnen für die Beantwortung von Fragen und für die Unterstützung beim Ausfüllen des Flächenerfassungsbogens selbstverständlich gern zur Verfügung.

 

  • Auswertung und Bearbeitung der Flächenerfassungsbögen, sonstige technische Fragen:

 

Frau Zöllner

Tel. 04562/188-26

 

 

 

 

Herr Christophersen

Tel. 04562/188-65

 

 

  • Allgemeine Fragen zur Erhebung der Niederschlagswassergebühr:

 

Herr Geusen-Rühle

Tel. 04562/188-34

 

Herr Spickermann

Tel. 04562/188-35

 

Möchten Sie Ihre Fragen persönlich vortragen? Unsere Verwaltung in Grömitz, Rathausplatz 11 (direkt neben dem Rathaus der Gemeinde Grömitz) ist montags bis freitags von 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr für Sie geöffnet. Ein Nachmittagstermin kann auf Wunsch gerne telefonisch vereinbart werden.

 

 

Was kann ich tun, um Geld zu sparen?

Die Niederschlagswassergebühr ist für alle Flächen zu entrichten, die in einen Kanal direkt oder indirekt einleiten. Auch wenn das Grundstück auf eine Straße entwässert und das Niederschlagswasser erst dann in die öffentliche Kanalisation gelangt! Grundsätzlich besteht eine Benutzungspflicht der öffentlichen Kanalisation, von der aber in begründeten Fällen eine Befreiung erteilt werden kann. Wenn die Möglichkeit der Versickerung auf dem Grund­stück besteht, die Bodenverhältnisse und der Grundwasserstand dieses zulassen und die Gebäude und Nachbarn nicht dadurch beeinträchtigt werden, sollte diese gerne genutzt werden. Werden auf dem Grundstück Zisterne ohne einen Anschluss an die öffentliche Kanalisation genutzt, ist für die daran angeschlossenen Flächen eine Flächenreduzierung vorgesehen.

 

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